Viertklässler erforschen den Asbach
Grundschule Viechtach erlebt spannenden Vormittag mit der Naturpark Umweltstation
Mit Gummistiefeln, Keschern und viel Neugier machten sich die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Grundschule Viechtach auf den Weg, um den Asbach genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Exkursion fand in Zusammenarbeit mit der Naturpark Umweltstation Viechtach statt und bot den Kindern die Gelegenheit, die heimische Gewässerwelt hautnah zu erleben.
Die Anreise erfolgte mit der Waldbahn bis nach Gumpenried, wo die Klasse von Waldführer und zertifiziertem Natur- und Landschaftsführer Paul Lauster begrüßt wurde. Nach einer kurzen Einführung in die Flusslandschaft der Region führte der Weg zum Asbach, der hinter dem kleinen Kraftwerk in den Schwarzen Regen mündet.
Vor Ort verwandelten sich die Grundschüler in kleine Wasserforscher. Mit verschiedenen Messgeräten untersuchten sie den Bach aus physikalischer, chemischer und biologischer Sicht. Sie bestimmten unter anderem die Fließgeschwindigkeit, maßen die Wassertemperatur und beobachteten die Farbe des Wassers. Besonders spannend war die Suche nach den kleinsten Bewohnern des Baches. Mit Keschern, Becherlupen und Bestimmungshilfen konnten die Kinder zahlreiche Wasserlebewesen entdecken und bestimmen.
Dabei fanden sie unter anderem Steinfliegen- und Eintagsfliegenlarven – wichtige Indikatoren für saubere Gewässer. Auch Wasserläufer und zahlreiche Signalkrebse wurden beobachtet. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten deutlich, dass der Asbach eine gute Wasserqualität aufweist.
Neben dem Kennenlernen wissenschaftlicher Arbeitsmethoden kam auch der Spaß nicht zu kurz. Das Arbeiten im angenehm kühlen Bachbett sorgte an dem heißen Sommertag für eine willkommene Erfrischung und machte den Vormittag zu einem besonderen Erlebnis. Die Exkursion verband Naturerlebnis und Umweltbildung auf anschauliche Weise und wird den Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Fischl Carola
Aktionstag „Bienen und Streuobstwiese“ der zweiten Klassen
Einen besonderen und erlebnisreichen Unterrichtstag verbrachten die drei zweiten Klassen beim Aktionstag zum Thema „Bienen und Streuobstwiese“.
Nach der Begrüßung am Lehrbienenstand am runden Tisch durch die Rangerin Heidi Heigel sowie die Mitarbeiterin der Naturparkwacht am Großen Pfahl, Sandra Peter, wurden die Kinder in vier Gruppen eingeteilt. Gemeinsam mit den beiden Klassenlehrerinnen durchliefen sie anschließend vier spannende Stationen im Rotationsprinzip. Nach jeweils 20 Minuten wechselten die Gruppen zur nächsten Station.
An der ersten Station erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel Wissenswertes über das Leben der Bienen und den Aufbau eines Bienenstocks. Besonders aufregend war es, in echter Imkerausrüstung einen Blick in einen Bienenstock werfen zu dürfen und die fleißigen Insekten aus nächster Nähe zu beobachten.
Die zweite Station beschäftigte sich mit dem Lebensraum Streuobstwiese. Die Kinder lernten, was eine Streuobstwiese ausmacht, welche Tiere und Pflanzen dort leben und warum dieser wertvolle Lebensraum auch für Bienen von großer Bedeutung ist.
An der dritten Station wurde es praktisch und lecker zugleich: Aus Sahne schüttelten die Kinder ihre eigene Butter. Anschließend durften sie diese zusammen mit Honig aus dem eigenen Bienenvolk auf frischem Brot verkosten. Die selbst hergestellte Butter und der aromatische Honig aus eigener Imkerei fanden großen Anklang.
Kreativität war an der vierten Station gefragt. Die Kinder suchten verschiedene Naturgegenstände nach vorgegebenen Kriterien, beispielsweise etwas sehr Kleines, etwas Buntes oder ein mindestens handtellergroßes Blatt. Aus den gesammelten Materialien gestalteten sie anschließend fantasievolle Bodenbilder und ergänzten diese mit weiteren Naturmaterialien.
Bei strahlendem Sonnenschein erlebten die Schülerinnen und Schüler einen abwechslungsreichen, interessanten und lehrreichen Tag in der Natur. Sie konnten viele neue Erkenntnisse gewinnen, selbst aktiv werden und die Natur mit allen Sinnen erleben.
Mit vielen neuen Eindrücken und spannenden Erfahrungen kehrten die Kinder am Ende des Tages zurück und werden sich noch lange an diesen besonderen Ausflug in die Welt der Bienen und der Streuobstwiesen erinnern.
Ein herzlicher Dank gilt der Rangerin Heidi Heigel und der Mitarbeiterin des Naturparks Bayerischer Wald am Großen Pfahl, Sandra Peter, für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung dieses gelungenen Aktionstages.
Fortbildung „Workshops für Schulen und Kitas – neue Wege mit Nature Journaling und Sauerhonig“
Im Mittelpunkt der Fortbildung standen das Nature Journaling sowie die Herstellung von Sauerhonig.
Bei Ersterem lag der Fokus auf dem genauen Betrachten von Pflanzen und deren zeichnerische Dokumentation. Dadurch wurden Möglichkeiten aufgezeigt, Naturbeobachtung und kreatives Arbeiten im Unterricht miteinzubinden.
Des Weiteren wurde der Sauerhonig näher thematisiert. Nach einer theoretischen Einführung in die Herstellung wurde der Prozess praktisch erprobt und ein Sauerhonig selbst angesetzt. Die Referenten stellten verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vor und boten den Sauerhonig zur Verkostung in unterschiedlichen Varianten an, unter anderem als Salatdressing sowie in Mischung mit Wasser. Zudem wurden eigens hergestellte Aufstriche sowie Kräuter- und Gewürzmischungen zur Verkostung bereitgestellt.
Die Fortbildung bot insgesamt zahlreiche praktische Anregungen für eine handlungsorientierte Unterrichtsgestaltung im Sinne einer Naturparkschule.